Kindervilla Theresia München

Diese Kindertagesstätte bietet insgesamt 100 Plätze für Kinder aus ca. 20 verschiedenen Nationen. Das große Haus und die Umgebung bieten spannende Möglichkeiten, die intensiv genutzt werden: Kinderatelier, Bewegungsraum, Mehrzweckräume, sonnige Terrassen, Sportplatz der Grundschule, nahe gelegener Westpark, Verkehrsmuseum, Theresienwiese.

Fritz-Endres-Str. 11
81373 München
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Das Projekt:

Die Fähigkeit zum kompetenten Umgang mit Medien gilt heute unbestritten als eine Schlüsselqualifikation. Besonders Kinder und Jugendliche sind gefordert, sich aktiv Medienkompetenzen anzueignen. Schon länger ist das Thema "Medienpädagogik" ein Inhalt der Kindervilla. Ziel ist es, dass Kinder und Jugendliche durch praxisorientierte Computerarbeit Fähigkeiten und Fertigkeiten erwerben, die ihnen helfen, sich in der Informationsgesellschaft zu orientieren.

Durch Gemeinsamhelfen ist die Kindervilla Theresia seit September 2012 stolzer Besitzer eines Medienschrankes: ein rollbarer und abschließbarer großer Schrank, ausgestattet mit einem großen Flachbildschirm und einem DVD-Player. Damit eröffnen sich für die medienpädagogische Arbeit mit den 100 Kindern zwischen 3 und 10 Jahren ganz neue Dimensionen, durchaus im wörtlichen Sinne! Während sich die Arbeit am Computer häufig an einzelne Kinder oder Kleinstgruppen wendet, kann durch einen großen Bildschirm eine ganze Kindergruppe erreicht werden. 

Auf den Foto (rechts) ist z.B. eine der vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten zu sehen: die Kinder sehen nach einem Ausflug (hier eine Exkursion auf das Zentrale Landwirtschaftsfest 2012) gemeinsam die dabei entstandenen Bilder an. Beim Betrachten der Bilder wiederholen sie das Erlebte und vertiefen damit die Erfahrungen und Eindrücke. Die Fotos bieten Gesprächsanlässe und tragen so zur Sprachförderung und zur Verarbeitung der Erlebnisse bei. Auch den Eltern geben diese kleinen „Dia-Shows“ zu Festen, Ausflügen und Exkursionen der Kindertageseinrichtung interessante und spannende Einblicke in den Alltag ihrer Kinder. 

Auch „Filmvorführungen“ sind jetzt unproblematisch und themenbezogen möglich: der Hortfilm, den die Hortkinder im  letzten Schuljahr gemeinsam mit einer Praktikantin der Filmhochschule gedreht haben kann genauso unproblematisch und ohne großen technischen Aufwand gemeinsam betrachtet werden wie die Verfilmung des Kinderbuch-klassikers „Hotzenplotz“ (natürlich erst nachdem das Buch vorgelesen wurde!).

Besonders interessant und vielseitig einsetzbar sind durch den großen Bildschirm nun auch die vielen kurzen Filme, die im Internet auf einschlägigen Kinderseiten kostenlos zur Verfügung stehen:  ob Sachgeschichten zur Papierherstellung, zu Käserei oder zum Instrumentenbau – hier erfährt die Lernumgebung der Kinder durch den gezielten Medieneinsatz eine echte Bereicherung.

Der neue Medienschrank ermöglicht, das zentrales  Medium „Fernsehen“ kindgemäß in die Spiel- und Lernumwelt der Kinder einzubeziehen und es behutsam in die pädagogische Arbeit zu integrieren. Damit können wir nicht nur Lernaktivitäten in Projekten, Ausflügen und Aktivitäten sichtbar machen, wir können Kindern damit auch einen alternativen – nämlich aktiven – Umgang nahe bringen und sie beim Hineinwachsen in die Medienwelt unterstützen.